Heute habe ich eine Szene für euch, die es letztendlich nicht ins Buch geschafft hat, ist also ein Outtake, den ihr sonst niemals zu lesen bekommen hättet.
Emmas Geschichte beginnt mit dem Tod ihrer Eltern. Hier bekommt ihr eine kleine Erinnerung, die sich ihr aufdrängt, als sie in ihr Elternhaus zurückkehrt.

Langsam schlurfte Emma den schmalen, blumengesäumten Weg zur Veranda entlang. Auf ihre farbenprächtigen Rosenbüsche, die ihr den einen oder anderen neidischen Blick der Nachbarn einbrachten, war ihr Mutter immer ganz besonders stolz gewesen. Emma beugte sich hinunter, und sog den betörenden Duft der Blüten in sich auf, wie sie es als Kind schon immer getan hatte.
Mit Tränen in den Augen wandte sie sich ab, und stieg die Stufen zur Veranda hinauf. Der erste Stufe knarrte. Das tat sie, seit Emma denken konnte. Ihr Vater hatte sie nie repariert. Solche Kleinigkeiten, machten den Charme eines Zuhauses aus, hatte er ihr immer erklärt.
Emmas Blick schweifte über die alte Hollywoodschaukel, die an Ketten vom Verandadach hingen. Die selben kuscheligen Kissen, die schon seit ihrer Kindheit darauf lagen, luden zum Verweilen ein. Emma setzte sich, und strich sanft über die flauschige Decke. Hier hatte sie sich, mit ihrer Mutter, jeden Abend eingekuschelt, und sich die tollsten Geschichten vorlesen lassen.
Ihr Vater saß daneben, im großen Schaukelstuhl. Während er eine seiner zahlreichen Figuren schnitzte und zwischenzeitlich zufrieden in den Sonnenuntergang schaute, lauschte er den Abenteuern, die Emma, mit ihrer Mutter, unter der Kuscheldecke erlebte.
Das war eine der liebsten Erinnerungen an ihre Kindheit, die Emma, wie einen wohlbehüteten Schatz in ihrem Herzen trug.
Mit Tränen in den Augen stand sie auf, und ging auf die Haustüre zu. Sie blieb davor stehen, und fuhr mit zittrigen Fingern die Schnitzereien im Türstock entlang.
Ihr Vater hatte ihr geduldig das Schnitzen beigebracht, als sie sechs Jahre alt war.
Gemeinsam hatten sie den Türstock ihres Zuhauses verziert, und ihm damit eine liebevoll persönliche Note verpasst.
Emma würde nie vergessen, wie unglaublich stolz er auf sein kleines Mädchen gewesen war.


Weltenwandlerin – Die Prophezeiung der Lichtbringerin


Die Szene befand sich recht weit am Anfang meines Manuskriptes und ist mit den ersten hundert Seiten, die ich beim Überarbeiten gelöscht hatte, rausgeflogen.
Zu viel Rückblick tut nicht gut.
Es gibt wichtigere Rückblicke, die direkt mit der Geschichte zusammenhängen, die dafür im Manuskript bleiben durften.

Bleibt neugierig!

Alles Liebe
Eure Lisa


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© Lillemor Lisa Larsen – www.lillemorlisalarsen.com

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